Introducing the project

Das Projektthema heißt “Die Fahrten des Zeppelin”. Die Umsetzung ist völlig frei. Es kann also alles werden: Eine Installation, ein Kurzfilm, ein Spiel, ein Internet-Portal, eine Wissensdatenbank, höchstwahrscheinlich könnte man auch ein Zuckerwatte in Zeppelinform herstellen oder Gedichtlesungen zum Thema machen. Soviel Freiheit macht einen richtig gehend platt. Die Projektteilnehmer müssen sich alle erst im Thema zurechtfinden und suchen Inspiration.

Professor Kühnle ist zeppelin-begeistert und versucht uns damit anzustecken. Er gibt uns einen großen Stapel Bücher und Bildbände und schaut Dokus und Filme über Zeppeline mit uns. So völlig vermag der Funke bei mir nicht überzuspringen, und ich nehme mir einen interessant aussehenden Bildband mit heim um darin zu schmökern. Darin sind Erlebnisberichte und Erzählungen von Passagieren und Besatzung. Nach einigen Geschichten merke ich, dass mich zwar nicht das große Thema in den Bann zieht, aber einzelne Details wirklich faszinierend sind.

  • Luftschiffe beförderten hauptsächlich Waren und Post. Um Zeit zu sparen und die aufwändigen Landungen zu sparen, wurden Postsäcke kurzerhand über dem Zielort abgeworfen. Diese Säcke als erster zu finden und zum nächsten Postamt zu bringen, war heiß begehrt. Man bekam dafür 50 Pfennig (viel Geld damals) und konnte sich so eine Art Zertifikat mit nach Hause nehmen.
  • Zeppeline können für einige Zeit sehr hoch steigen – der Rekord liegt bei 7600 Meter. Das befähigt sie, Stürme einfach “auszusitzen” oder zu umgehen.
  • Andererseits birgt die große Höhe auch große Gefahr: Das Gas dehnt sich aus und diffundiert einfach durch die Gaszellenhaut hindurch. Zwar nicht viel auf einmal, aber genug dass der luftige Aufenthalt die Steuerung des Luftschiffs später merklich erschwert.
  • Auf Spionagefahrten versteckten die Kapitäne ihr Zeppelin gerne in Wolken. Um trotzdem spionieren zu können, setzte man eine Besatzungsmitglied in einen Korb (Beobachtungsgondel) und ließ diesen viele Meter unter dem Zeppelin herabhängen.
  • Navigiert wurde (ganz wie bei den Seeleuten des Mittelalters) mit Sternenkarten und Sextant.
  • Die Höhe des Luftschiffs wurde folgendermaßen bestimmt: Man schoss mit einem Gewehr kerzengerade nach unten und notierte die Zeit bis das Echo zurückkam.
  • Gefahr drohte dem Luftschiff durch Feuchtigkeit und Frost. Dies erhöht das Gewicht eines jeden Fluggeräts und erschwert die Steuerung bzw. erhöht den Treibstoffverbrauch beträchtlich.
  • Es kam vor dass die Temperatur in den verschiedenen Teilen des Schiffs unterschiedlich war. Dies hatte starken Einfluss auf den Auftrieb und die Steuerung. Rasche Abhilfe konnte man schaffen indem man die Ladung im Schiff hin- und hertrug und so das Gewicht neu verteilte.

Das sind schon mal einige interessante Fakten, die man verwenden könnte…

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