How to tile?

TilingJemand im Forum fragte wie ich diese ganzen Felsen nur zum ordentlichen Kacheln gebracht hätte. Um meine Antwort zu illustrieren, habe ich ihm diese Grafik zusammengebastelt. Sie zeigt meinen Neunerblock, den ich als erstes gemacht habe. Die farbigen Balken zeigen an, welche Seite eines Tiles mit welchen Seiten von anderen Tiles zusammenpassen muss. Gleiche Farbe = Zusammenhang.

So knifflig ist es gar nicht, allerdings gibt es im Verlauf des Arbeitsprozesses schon ein paar Fallen, in die man stolpern kann. Sich vorher einen konkreten Plan zu machen, und sich einen Überblick zu verschaffen, ist empfehlenswert, man kann aber trotzdem nie zu 100% sicher sein. Man kann viele Fehler ebenso wie unnötige Arbeit und Korrekturen vermeiden, wenn man sich immer bewusst ist, mit welchen anderen Tiles das gegenwäritge zusammenpassen soll.

Wie man an der Grafik sieht, treffen an den vier Eckpunkten in der Mitte alle Tiles und Farben zusammen, daher sollte man gründlich überlegen, welcher Farbstich und welche Helligkeit hier am besten hinpassen. Kritisch ist ja hierbei, dass sich die helle, sonnige Ecke mit der dunkelsten Ecke trifft.

Bei so einem Block in der Mitte anzufangen, wäre fatal, denke ich. Wie andere Game-Grafiker das machen, weiß ich nicht, ich fange bei einer Ecke an. Der oben links, die passt mir einfach am besten. Man kann ohne weiteres die Ecke komplett fertigstellen und die drei angrenzenden Tiles fast ganz. Bevor man aber bei diesen an den Seiten arbeitet, muss man sich ins Gedächtnis rufen, was kacheln soll und was nicht. Ich habe immer einige Pixel vom Ursprungs-Tile kopiert und im neuen Tile angesetzt. Die Grenze darf nicht übermalt werden. Ach ja, sich in Photoshop das Raster (Grid) anzeigen zu lassen ist wirklich unerlässlich. Allzuoft muss man dann während der Arbeit den Snap (Ausrichten?) an- und wieder ausstellen. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass die kopierte Region am besten so klein wie möglich gehalten wird. Am Anfang war sie bei mir vllt. zehn Pixel breit. Damit kann man (aus Angst die Grenze zu übermalen und damit das Tiling zu zerstören) zwar nichts falsch machen, aber schön wird es dann nicht. Lieber nur zwei, vielleicht sogar nur ein Pixel auf beiden Seiten der Rasterlinie kopieren.

Denn: je größer die kopierte und nicht veränderte Region, desto auffälliger wird später die Grenze. Die Formen wiederholen sich und die ›Artefakte‹ sind im Spiel unübersehbar. Wenn man den Spielgrafiken ansieht, dass sie Tiles sind, dann muss die Arbeitsweise noch verbessert werden.

Noch ein Photoshop-Tipp: Ihr müsst bei der Arbeit an kleinen Bildern nicht ständig aus- und einzoomen! (Ich sage das weil ein sehr bekannter Pixelart-Künstler dies als sein Lebensmotto oder so angeben hat. Völliger Quatsch.) Wählt »Window → Arrange → New Window for … «, und schon erscheint euer aktuelles Bild in einem zweiten Fenster. Ihr könnt also gleichzeitig bei 800% Vergrößerung Details bearbeiten, und im Fenster daneben die Auswirkungen in Originalgröße sehen. Noch ein großer Vorteil: ob das Raster angezeigt wird, kann man für jedes Bild einzeln einstellen.

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