Wind Graphic Sheet

WindradDie nächste Phase ist das Vorbereiten der Grafiken für die Animation. Obwohl die Elemente, sprich das kleine und große Windrad und die geraden Tiles, so unterschiedlich sind, muss gewährleistet werden dass der Windfluss im Spiel immer die gleiche Geschwindigkeit hat. Jedes Tile kann theoretisch unterschiedlich viele Frames brauchen, um gut auszusehen. Normalerweise gilt die Faustregel: je größer das Objekt, desto mehr Frames.

Ich fange mit dem großen Windrad an und merke schnell, dass ich hier mit wenig weit komme. Es sind lediglich das Originalbild, ein Drehung um 10 und eine um 20 Grad nötig. Mit drei Frames kann ich eine Endlosschleife erzeugen. Dazu muss man sich vor Augen halten, dass ein Tile hier lediglich ein Zwölftel des Kreises ausmacht.

Mistraal Grafiken 5Man sollte denken mit dem kleinen Windrad würde es sich ähnlich verhalten. Doch hier ist ein Tile so groß wie ein Viertel des Kreises! Hier ebenfalls nur drei Frames zu erstellen, würde im Spiel zu nervendem Geflacker führen, bei dem man möglicherweise nicht mal mehr erkennen würde, ob der Wind vorwärts oder rückwärts fließt. Die Zahl 12 kommt wieder ins Spiel. Wo ein Segment des Zwölferkreises drei Frames benötigt, brauchen drei Segmente auch dreimal mehr: Neun Frames. Auch hier wird wieder in 10 Grad-Abständen der gesamte Kreis rotiert.

Mistraal Grafiken 1Auf den geraden Strecken verhält es sich wieder anders. Nur eins ist sicher: Ich brauche wieder einen gemeinsamen Nenner. Die Skizze zeigt meine verzweifelte Suche danach, bis ich doch wieder bei der 6 lande. Die tückische Eigenart von Animationen, eigentlich aus einem Frame weniger zu bestehen als man denkt, hat mich wieder reingelegt.

Eine letzte Barriere der Logik hält der Tag noch für mich bereit: Um die andere Windrichtung zu erstellen, reicht einfaches Spiegeln leider nicht aus. Also eigentlich schon, nur wenn man dann im Spiel alle Wind-Tiles zusammenbastelt und das Ganze animiert sieht, treten auf einmal Störungen im Fluss auf. Die gespiegelte Frameserie muss so verschoben/editiert werden, dass das erste Frame in der Mitte liegt, alle nachfolgenden Frames verschieben sich dementsprechend.

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