Genesis

Heute war Projektvorstellung mit den anderen Studenten und Professoren. Meine Zweifel bezüglich ›Wer? Was? Wozu?‹ habe ich geäußert und es kamen auch viele Anregungen. Aber erst beim Mittagessen danach wurde die Diskussion erst freier und wirklich interessant. Eigentlich kann ich nicht so recht sagen, wie eins zum andren kam, aber endlich habe ich den Sinn des Spiels gefunden und bin total begeistert davon.

Wenn man sich mal so die Grafik bisher ankuckt, wird einem auffallen, dass es bis auf einen einzigen schwebenden Felsen keine Vegetation gibt. Alles ist öd und leer, wie am Anfang der Welt, als noch kein Leben erschaffen war. Und genau das wird der Spieler tun. Er wird durch die Welt reisen und ihr dabei Leben schenken. Die Postsäcke verwandle ich in Pusteblumen-Samen, die richtigen Stellen für den Abwurf werden durch sprudelnde Quellen symbolisiert. Und wenn der Samen die richtigen Bedingungen vorfindet, dann wird Leben sprießen!

Im Zuge dessen finde ich es auch nicht mehr angebracht, ein Zeppelin als Spielfigur zu haben. Mir schwebt ein Gott der Schöpfung vor, der aus grün funkelnden Lichtschleiern besteht. Vielleicht kann es ein Spiel werden, dass den Schöpfungsmythos nachspielt. Die bekanntesten davon laufen ziemlich gleich ab, mit Entstehen von fester Erde aus den Wassern, Pflanzen, Tieren, Menschen und so. Ich werde mich mal bei den Exotischeren umschauen, was sich so Interessantes findet.

Nachträglich gesehen, bin ich gelinde erstaunt, wie erst ein Spiel entstehen und dann das Konzept dafür herbeifliegen kann. Mit dem Schöpfungsthema als Inhalt kommt es mir auch kein bisschen zusammengeschustert vor. Das Thema selbst muss noch ausformuliert, untersucht und in spielbare Elemente und Story umgewandelt werden. Ansonsten bin ich immer den umgekehrten Weg gegangen. Der macht natürlich auch viel mehr Sinn, seien wir ehrlich. Das war jetzt Zufall. Aber ein glücklicher.

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